PayPal löscht Kundendaten nach Kündigung nicht

12. Dezember 2010

Wenn PayPal auf Druck der US-Regierung bereitwillig das Konto von Wikileaks einfriert, stellt sich doch die Frage, wie sich PayPal verhalten würde, wenn die US-Regierung wissen möchte, welche Personen schon einmal für Wikileaks gespendet haben. Sollte man sein PayPal-Konto vielleicht besser löschen?

In den PayPal-Datenschutzgrundsätzen steht:
Wenn Sie Ihr PayPal-Konto schließen, registrieren wir Ihr Konto in unserer Datenbank mit dem Status “Geschlossen”. Ihre Kontodaten werden jedoch nicht gelöscht. Dies ist erforderlich, um betrügerische Aktivitäten zu unterbinden. Wir stellen auf diese Weise sicher, dass Personen, die versuchen betrügerische Aktivitäten durchzuführen, nicht unbemerkt fortfahren können, indem sie einfach ihr Konto schließen und ein neues Konto eröffnen. Wenn Sie Ihr Konto schließen, werden Ihre Angaben jedoch weder für andere Zwecke verwendet noch verkauft oder an Dritte weitergegeben, es sei denn, wir können dadurch betrügerische Aktivitäten vermeiden oder wir sind im Zuge eines Strafverfolgungsverfahrens oder gesetzlich dazu verpflichtet.

Wenn man einmal Kunde von PayPal war, bleiben die eigenen Daten dort also ewig gespeichert. Und falls die Regierung PayPal gesetzlich dazu verpflichtet, werden die Daten bereitwillig rausgerückt.

Ich habe inzwischen mein PayPal-Konto gekündigt. Aus Prinzip.

ENTEGA: Süßer die Strompreiserhöhungen nie klingen

22. November 2010

Post von ENTEGA - schon wieder eine Strompreiserhöhung? Nein, das kann ja nicht sein, das war doch erst im August… Ein Blick in den Umschlag: Ein langer Brief mit Betreff “Preisanpassung zum 1. Januar 2011 - die EEG-Umlage steigt weiter”.

Ungläubiges Kopfschütteln, dass sich beim Lesen der weichgespülten Zeilen noch verstärkt. Ein Musterbeispiel an Verschleierung und Schönfärberei. Nach einem ganzen Absatz über “unsere Aufgabe als Energieversorger”, “Zuverlässigkeit” und “unsere Verantwortung für die kommenden Generationen” folgt doch tatsächlich: “Auch wenn wir ihnen diesen Brief nicht gerne schreiben, der wesentliche Grund dafür - eine steigende EEG-Umlage - ist in unseren Augen nicht nur negativ zu sehen.” Da ist man sprachlos.

Man schließt mit einem Absatz über geplante Windkraftwerke, in die ENTEGA “schon jetzt in großem Umfang investiert”, der mit den Worten “Damit wir in Zukunft wieder bessere Nachrichten für Sie haben…”.

Völlig sediert von soviel verbalem Puderzucker, versucht man sich den Fakten zu widmen. Der Bruttopreis steigt also ab 1.1.2011 auf 24,03 cent/kWh. Aber um wieviel? Von wieviel? Genau: Wieviel bezahlte ich eigentlich im Moment - das steht natürlich nicht im Brief.

Der Versuch, unter www.entegadirekt.de in den Kundenlogin zu schauen scheitert. Überlastung? Wäre ja kein Wunder. Taktik? Würde auch nicht wundern. Also Aktenordner und Taschenrechner raus - und siehe da:

Der Bruttepreis für den Tarif ENTEGA NATURpur Strom online (H1) betrug vor dem 1.8.2010 19,65 Cent/kWh, danach 20,99 Cent/kWh. Das heisst: Nach einer 6,8%-Erhöhung zum 1.8.2010 wird nun nochmal um 14,9% aufgeschlagen. Da versteht man auch, warum ENTEGA diese steigende EEG-Umlage “nicht nur negativ” sieht. Denn wie die ZEIT-Online berichtet, steigt die Umlage nur um 1,5 Cent/kWh. Da kann man schon mal 3,04 Cent daraus machen. Merkt ja keiner, der nicht genau nachrechnet. Denn in dem netten Brief steht das ja nicht.

Sieht ganz so aus, als wäre es genau der richtige Zeitpunkt, um ENTEGA einen ebenso netten Brief zurückzuschreiben: Die Kündigung.

Wulff: Not my president

30. Juni 2010

Gute Alternative zu Multiple-IE

24. Februar 2009

Wer Websites bisher in verschiedenen Browserversionen testen wollte, kam kaum um umständliche Installationssitzungen und die Nutzung von Multiple-IE herum. Jetzt gibt es eine - wie heise.de meldet - gute Alternative. Auf der Website des Herstellers Xenocode stehen sieben verschiedene Browser zum Download bereit, die in ausführbare .exe-Dateien verpackt sind, darunter auch der IE 6,7 und 8.

Ein erster Test zeigt: Die Nutzung ist wirklich unkomliziert und komfortabel. Wie sich die Browser im Alltag schlagen - zum Beispiel auch in Hinblick auf die Verwendung von Cookies - werde ich jetzt in den nächsten Tagen ausprobieren.

Schavan, Volk und die Superlehrer

23. Februar 2009

Was ist nur in Frau Schavan und ihren Baden-Württembergischen Parteikollegen Thomas Volk gefahren? Offensichtlich haben beide gestern die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung gelesen - aber danach? Man könnte meinen, dass sie ein paar Kamelle an den Kopf bekommen haben - oder wie soll man sich diese Narretei anders erklären? Den ganzen Beitrag lesen »