Sicher, stark, schön
So wirbt FIAT mit heftigem Getrommel für sein Feld-, Wald- und Wiesenmodell Punto. Wen stört es da schon, dass man für das einfache Wechseln einer Glühbirne des Punto-Abblendlichtes entweder Tim Taylors original Binford-Werkzeugkoffer oder elfengleiche Lilliputaner-Hände gepaart mit der Geschicklichkeit einer Meissner Porzellan-Malerin braucht?
Nein, dies soll kein Outing als Auto-Reparatur-Legastheniker werden - hiermit prangere ich an, dass ungestraft Autos hergestellt und verkauft werden, wo man erst diverse Teile (etwa den Sicherungskasten) ausbauen muss, um an die Beleuchtung ranzukommen. Sogar die Fritzen vom ATU (”Jede A.T.U-Werkstatt ist Meisterwerkstatt”) in Karlsruhe, Windeckstrasse 9, haben eine geschlagene Stunde herumgefriemelt, bis sie entnervt und mit zerkratzten Fingern das Birnchen ausgetauscht haben.
Danke FIAT, ihr habt erreicht was ihr wolltet - wir fahren jetzt wegen jeder popeligen Glühbirne zur Vertragswerkstatt. Da ja immer noch was anderes kaputt ist (zuletzt das Scheibenwischergestänge für schlanke 350 €, jetzt die Heckwischerhalterung) kann man das ja gleich miterledigen lassen. Da macht es ja auch nichts, dass alle vier Monate so eine Schrottbirne durchbrennt (macht 10 € bei Autohaus Rummel in Ettlingen).
Am 13. Februar 2007 um 10:36 Uhr
Na… spüre ich hier etwa ein leichtes Hassgefühl?
Beim neuen Fiat ist jetzt bestimmt alles besser.
Am 13. Februar 2007 um 11:07 Uhr
Okay, vielleicht war ich etwas hart - nach dem Hörensagen soll es einen VW Passat geben, bei dem man erst die Stoßstange abmontieren muss, um an die Beleuchtung ranzukommen. Da sind wir dann ja offenbar noch vergleichsweise gut dran.