Kaum Stellen für junge Lehrer in Baden-Württemberg

Wer in Baden-Württemberg Lehrer werden will, hat es im Moment nicht leicht. Die ReferendarInnen für das Lehramt an Grund- u. Hauptschulen, die gerade erfolgreich ihr zweites Staatsexamen abgelegt haben, konnten seit heute bei den Regierungspräsidien telefonisch erfragen, ob sie nach den Sommerferien eine Stelle bekommen.

Endlich bei der dauerbesetzen Hotline in Karlsruhe durchgekommen, hörten dort alle die gleiche Nachricht: Im ganzen Regierungsbezirk gibt es keine einzige freie Stelle im Listenverfahren.

Dabei war bereits der erste Durchgang des Bewerbungsverfahrens, in welchem Schulen selbst Stellen ausschreiben und die Bewerber selbst auswählen, für die Mehrheit der Bewerber eine herbe Enttäuschung. Vielerorts trafen die Bewerbungen gleich bergeweise ein, gab es doch nur für einen Bruchteil der rund 1500 Bewerber eine freie Stelle zu ergattern.

Nach mindestens drei Jahren Lehramtsstudium, harten Examensprüfungen und einem kräftezehrenden Referendariat sitzen nun viele junge, gut ausgebildete und hochmotivierte Lehramtsanwärter in den Startlöchern - doch der Startschuss fällt dieses Mal aus. Dabei weiß doch jeder, dass unser viel gescholtenes Schulsystem nichts dringender benötigt als zusätzliche, gut qualifizierte Lehrer.

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