ENTEGA: Süßer die Strompreiserhöhungen nie klingen
Post von ENTEGA - schon wieder eine Strompreiserhöhung? Nein, das kann ja nicht sein, das war doch erst im August… Ein Blick in den Umschlag: Ein langer Brief mit Betreff “Preisanpassung zum 1. Januar 2011 - die EEG-Umlage steigt weiter”.
Ungläubiges Kopfschütteln, dass sich beim Lesen der weichgespülten Zeilen noch verstärkt. Ein Musterbeispiel an Verschleierung und Schönfärberei. Nach einem ganzen Absatz über “unsere Aufgabe als Energieversorger”, “Zuverlässigkeit” und “unsere Verantwortung für die kommenden Generationen” folgt doch tatsächlich: “Auch wenn wir ihnen diesen Brief nicht gerne schreiben, der wesentliche Grund dafür - eine steigende EEG-Umlage - ist in unseren Augen nicht nur negativ zu sehen.” Da ist man sprachlos.
Man schließt mit einem Absatz über geplante Windkraftwerke, in die ENTEGA “schon jetzt in großem Umfang investiert”, der mit den Worten “Damit wir in Zukunft wieder bessere Nachrichten für Sie haben…”.
Völlig sediert von soviel verbalem Puderzucker, versucht man sich den Fakten zu widmen. Der Bruttopreis steigt also ab 1.1.2011 auf 24,03 cent/kWh. Aber um wieviel? Von wieviel? Genau: Wieviel bezahlte ich eigentlich im Moment - das steht natürlich nicht im Brief.
Der Versuch, unter www.entegadirekt.de in den Kundenlogin zu schauen scheitert. Überlastung? Wäre ja kein Wunder. Taktik? Würde auch nicht wundern. Also Aktenordner und Taschenrechner raus - und siehe da:
Der Bruttepreis für den Tarif ENTEGA NATURpur Strom online (H1) betrug vor dem 1.8.2010 19,65 Cent/kWh, danach 20,99 Cent/kWh. Das heisst: Nach einer 6,8%-Erhöhung zum 1.8.2010 wird nun nochmal um 14,9% aufgeschlagen. Da versteht man auch, warum ENTEGA diese steigende EEG-Umlage “nicht nur negativ” sieht. Denn wie die ZEIT-Online berichtet, steigt die Umlage nur um 1,5 Cent/kWh. Da kann man schon mal 3,04 Cent daraus machen. Merkt ja keiner, der nicht genau nachrechnet. Denn in dem netten Brief steht das ja nicht.
Sieht ganz so aus, als wäre es genau der richtige Zeitpunkt, um ENTEGA einen ebenso netten Brief zurückzuschreiben: Die Kündigung.
Am 9. Dezember 2010 um 15:48 Uhr
ich finde es Entwürdigend wie, die stromanbieter mit ihren Kunden umgehen.
mit Entega habe ich auch nur schlechte Erfahrungen gemacht.
Die “freien Mitarbeiter” haben sich unter einen Vorwand zutritt in meiner Privatsphäre beschaft und die Gas und Strom Versorgung in meiner Abwesenheit unterbrochen.
Da ich im Ausland Studiere und die Nachzahlung in meiner Abwesendheit kam. habe ich erst 6 monate später diese Aktion bemerkt.
trotz kein verbrauch in den 6 monaten, ist die Ursprüngliche Nachzahlung in höhe von 145 eure auf Unglaubliche 1540 euro summiert. durch Mahnkosten, Sperung,Entsperrung und lauter Beträge die ich nicht nachvollziehen kann.
ach ja ein Verfahren gegen mich läuft gerade. Enterga ist nicht in der lage sich mit mir auseinander zu setzen. dafür bezahlen sie lieber Anwälte.
obwohl ich “Zahlungwillig” bin und ENTEGA eine raten Zahlung angeboten habe, Treffe ich auf taube Ohren.
Diese Firma setzt Menschen unter Druck. Macht sie erpressbar durch die Abhänigkeit durch Energie.
Ich hoffe das ich durch diesen beitrag, eine Seite an Enterga zeigen konnte
die Kält und skrupellos ist.
Am 7. Januar 2011 um 18:38 Uhr
Hallo, ich habe ebenfalls bei der Entega gekündigt, Ökostrom hin oder her. Es gibt noch genügend Alternativen, die ebenfalls Wasserkraft-Strom anbieten und dabei deutlich billiger sind. Diese Preiserhöhung war wirklich einen kundenfeindliche Unverschämtheit.
Viele Grüße
Am 11. Januar 2011 um 22:51 Uhr
Auch ich habe im Dezember 2010 Strom und Gas bei Entega gekündigt und bin zur Konkurenz nach Frankfurt gegangen.Man muss wechseln um diese raffgierige Lobby in die Knie zu zwingen.Diese schamlose Ausbeuterei ist für mich kriminell.Ich kann nur hoffen das deren Kunden in Schaaren flüchten und ihr Zeichen setzen das es so eben nicht geht!
Tschüss Entega…