PayPal löscht Kundendaten nach Kündigung nicht

Wenn PayPal auf Druck der US-Regierung bereitwillig das Konto von Wikileaks einfriert, stellt sich doch die Frage, wie sich PayPal verhalten würde, wenn die US-Regierung wissen möchte, welche Personen schon einmal für Wikileaks gespendet haben. Sollte man sein PayPal-Konto vielleicht besser löschen?

In den PayPal-Datenschutzgrundsätzen steht:
Wenn Sie Ihr PayPal-Konto schließen, registrieren wir Ihr Konto in unserer Datenbank mit dem Status “Geschlossen”. Ihre Kontodaten werden jedoch nicht gelöscht. Dies ist erforderlich, um betrügerische Aktivitäten zu unterbinden. Wir stellen auf diese Weise sicher, dass Personen, die versuchen betrügerische Aktivitäten durchzuführen, nicht unbemerkt fortfahren können, indem sie einfach ihr Konto schließen und ein neues Konto eröffnen. Wenn Sie Ihr Konto schließen, werden Ihre Angaben jedoch weder für andere Zwecke verwendet noch verkauft oder an Dritte weitergegeben, es sei denn, wir können dadurch betrügerische Aktivitäten vermeiden oder wir sind im Zuge eines Strafverfolgungsverfahrens oder gesetzlich dazu verpflichtet.

Wenn man einmal Kunde von PayPal war, bleiben die eigenen Daten dort also ewig gespeichert. Und falls die Regierung PayPal gesetzlich dazu verpflichtet, werden die Daten bereitwillig rausgerückt.

Ich habe inzwischen mein PayPal-Konto gekündigt. Aus Prinzip.

Eine Reaktion zu “PayPal löscht Kundendaten nach Kündigung nicht”

  1. Dirk

    Verstehe ich das jetzt richtig: PayPal darf die Daten also an eine Firma verkaufen, die vorgibt, eine Datenbank aufzubauen um damit “Betrug” (wie auch immer den jetzt definieren möchte) zu verhindern? Das ist aber nicht so toll… :-(

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